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Texte von Rudolf Walther in drei Bänden

Artikel, Kommentare und Glossen

Soeben ist im Oktober Verlag Münster der erste von drei Bänden mit dem publizistischen Werk von links-netz-Autor Rudolf Walther erschienen. Unter dem Titel "Aufgreifen, begreifen, angreifen" sind Texte aus den letzten 18 Jahren zusammengestellt: "aufklärende historische Essays, Porträts gegen das Vergessen (von Diderot über Rudi Dutschke bis zu Reinhart Koselleck), ins Grundsätzliche gehende politische Kommentare jenseits des tagespolitischen Handgemenges sowie Verrisse von Sachbüchern."

Hinweise auf anstehende Tagungen oder andere Dinge, die möglicherweise auf unsere Startseite gehören, bitte an redaktion@links-netz.de

Februar 2012

Wenn nichts mehr läuft, wird das Selbst aktiv

Ein Konjunkturbericht

Rudolf Walther

Nach den Regeln, die in Niklas Luhmanns Systemsandkasten herrschen, sind selbstreferentielle Systeme „autonome Systeme, die diese Geschlossenheit zur Erhaltung der eigenen Autopoiesis (Selbsterhaltung RW) und Ermöglichung eigner Beobachtung verwenden“. Das System des Kapitalismus ist momentan allerdings nicht gerade dabei, sich zu erhalten und „zu tun, was es tut“ (Luhmann), sondern es zerlegt sich selbst. Es hat sich im Laufe der Finanzkrise von der Selbstverwertung des Werts im Dienste der Profiterzielung auf tendenzielle Selbstzerstörung umgestellt. ... weiterlesen 

Januar 2012

...was nicht sein darf!

oder was es mit den „Pannen“ des Verfassungsschutzes auf sich hat.

Joachim Hirsch

Dass die rechte Bande aus Zwickau jahrelang ungehindert herumreisen und morden konnte, hat den Staatsschutz in einige Erklärungsnöte gebracht. Dabei ist das eigentlich nicht weiter erstaunlich, ist dieser doch genuin „auf dem rechten Auge blind“, wie man so schön sagt. Natürlich keineswegs auf dem linken. Und auch nicht was den „Islamismus“ angeht. So werden Demonstranten gegen Naziaufmärsche penibel überwacht, verfolgt und auch abgeurteilt, sofern sich das irgendwie machen lässt. Bei der Anti-Nazi-Demonstration am 19.2.2011 in Dresden hat die dortige Polizei rechtswidrig die Handydaten von tausenden Personen aus der Region erfasst und Demonstrationsteilnehmer, deren Personalien sie bei Absperrungen aufgenommen hatte, ohne konkreten Grund als Beschuldigte geführt. Ebenso ohne Grund wurde dort ein Pfarrer des schweren Landfriedensbruchs, der Nötigung und der Strafvereitelung angeklagt, weil er angeblich einen Demonstranten versteckt hatte. ... weiterlesen 

Communismus anders denken

Joachim Hirsch

Es hat sich eingebürgert, den vielfach belasteten Begriff mit „C“ zu schreiben, wenn man etwas anderes im Auge hat als die im 20. Jahrhundert unter dem Namen „Kommunismus“ oder „Sozialismus“ angestellten Versuche, eine neue, freie und humane Gesellschaft zu errichten, die allesamt in einem Desaster geendet haben. Gleichzeitig sind Überlegungen dazu umso notwendiger, als der real existierende Kapitalismus nicht nur in eine fundamentale Krise geraten ist, sondern die Unhaltbarkeit der bestehenden gesellschaftlichen Zustände insgesamt immer offenkundiger wird. Dabei gilt es nicht nur, sich von linkem theoretischen und politischen Traditionsballast zu befreien, sondern auch zu Ansätzen kritisch Position zu beziehen, die sich auf dem Feld einer einigermaßen desorientierten Linken als eher kurzfristige Hypes erwiesen haben. Dazu gehören etwa Hardt/Negris „Empire“ und „Multitude“ oder neuerdings John Holloways „Kapitalismus aufbrechen“. Raul Zelik hat dazu ein kluges und informiertes Buch geschrieben, in dem er immerhin skizziert, wohin eine sich erneuernde und etwas weiter vorwärts denkende Linke sich orientieren müsste. ... weiterlesen 

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