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Neues Buch zum Staatsverständnis der Kritischen Theorie

Ulrich Ruschig / Hans-Erst Schiller (Hg.): Staat und Politik bei Horkheimer und Adorno. Baden-Baden: Nomos

Horkheimer und Adorno haben zum Verständnis der kapitalistischen Gesellschaft einen sehr wesentlichen und eigenständigen Beitrag geleistet. Dabei bildet aber die politische Theorie eine gewisse Leerstelle. Die Beiträge des beim Nomos-Verlag erschienenen Bandes setzen sich kritisch mit einschlägigen Texten der beiden Autoren auseinander und fragen nach Ansatzpunkten für eine Weiterführung der Politik- und Staatstheorie der Kritischen Theorie.

Überarbeitete Neuauflage: Staatsverständnis von Karl Marx

Joachim Hirsch, John Kannankulam, Jens Wissel (Hg.): Der Staat der bürgerlichen Gesellschaft. Zum Staatsverständnis von Karl Marx. Baden-Baden: Nomos.

Eine Beschäftigung mit dem „Staatsverständnis“ von Karl Marx hat mit dem Problem zu tun, dass dieser keine ausgearbeitete Staatstheorie entwickelt hat. Die Ausformulierung einer materialistischen Staatstheorie auf der Grundlage des Marxschen Werks blieb späteren Autorinnen und Autoren überlassen. Neben einer systematisierenden Darstellung der Marxschen Äußerungen über den Staat enthält der Band einen Überblick über zentrale Beiträge aus dem Umkreis des so genannten „Westlichen Marxismus“.

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August 2014

Wem gehört die Zukunft?

Joachim Hirsch

Das ist der Titel des neuesten Buches von Jaron Lanier, der 2014 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhält. Es geht dabei um die Frage, wie die Gesellschaft aussehen wird, wenn sich die internetbasierte Informations-, Kommunikations- und Datenverarbeitungstechnik auf den gleichen Pfaden wie bisher und in zunehmend rasantem Tempo weiter entwickelt. Nach Laniers Ansicht sieht diese Zukunft nicht gut aus, wenn keine grundlegenden Veränderungen technischer Art durchgesetzt werden. ... weiterlesen 

Staatliche Beziehungskisten

Was von der „deutsch-amerikanischen Freundschaft“ zu halten ist

Joachim Hirsch

Inzwischen hat sich sogar im Journalistengewerbe herumgesprochen, dass es zwischen Staaten keine Freundschaft geben kann. Apparate können nämlich keine Gefühle entwickeln. Bei „Völkern“ scheint das gelegentlich eher der Fall zu sein. Wenn also von Freundschaft zwischen Staaten gesprochen wird, dann geht es in der Regel um Interessen. Vielleicht gemeinsame, manchmal aber auch bloß um Abhängigkeiten. Zu „freundschaftlichem“ Verhalten im Tausch mit dem Wohlwollen der Mächtigen kann man auch gezwungen sein. ... weiterlesen 

April 2014

Rezension: „Staatsprojekt Europa“

Kämpfe um Migrationspolitik. Theorie, Methoden und Analysen kritischer Europaforschung

Joachim Hirsch

Zu den zentralen Merkmalen des modernen Staates gehören das Bestehen eines zentralisierten Gewaltapparats, ein territorial abgegrenztes Staatsgebiet und ein damit bestimmbares „Staatsvolk“. Mit dieser sich auf den traditionellen Nationalstaat beziehenden Definition lassen sich die bestehenden und sich neu entwickelnden Ausprägungen politischer Herrschaft immer weniger fassen. Eine Ursache dafür sind die im Zuge der sogenannten Globalisierung durchgesetzten, als Inter- oder Transnationalisierung bezeichneten Verschiebungen im System der politischen Herrschaftsapparaturen. Dabei spielt nicht zuletzt die Migration eine Rolle, die die bestehenden Grenzziehungen zunehmend in Frage stellt. Deutlich werden diese Prozesse im Fall der Europäischen Union, bei der zwar die traditionellen Merkmale eines Staates wenig ausgebildet sind oder überhaupt fehlen, die aber gleichzeitig sehr viel mehr als einen bloßen Verband souveräner Nationalstaaten darstellt und die sich in einem permanenten Veränderungs- und Entwicklungsprozess befindet. ... weiterlesen 

„Der Maidan“ und die Medien

Rudolf Walther

In den tonangebenden Zeitungen sowie im Fernsehen werden die Namen von Straßen und Plätzen in letzter Zeit so oft und so selbstverständlich genannt wie die Vornamen von Kindern und die Namen von Haustieren. Ob „Gezi“, „Taksim“, „Tahrir“ oder „Maidan“ – mit diesen Wörtern jonglieren Journalisten „angeberisch wie ein Kleinbürger-Tourist, der sich als Habitué aufspielen will“ (Max Frisch) – also als Weltenkenner, der sich überall auskennt wie in seinem Stadtviertel oder Dorf. Dieser zunächst nur lächerliche Sprachgebrauch verliert seine Harmlosigkeit, wenn man seine politischen Implikationen einbezieht. ... weiterlesen 

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