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Neues Buch zum Staatsverständnis der Kritischen Theorie

Ulrich Ruschig / Hans-Erst Schiller (Hg.): Staat und Politik bei Horkheimer und Adorno. Baden-Baden: Nomos

Horkheimer und Adorno haben zum Verständnis der kapitalistischen Gesellschaft einen sehr wesentlichen und eigenständigen Beitrag geleistet. Dabei bildet aber die politische Theorie eine gewisse Leerstelle. Die Beiträge des beim Nomos-Verlag erschienenen Bandes setzen sich kritisch mit einschlägigen Texten der beiden Autoren auseinander und fragen nach Ansatzpunkten für eine Weiterführung der Politik- und Staatstheorie der Kritischen Theorie.

Überarbeitete Neuauflage: Staatsverständnis von Karl Marx

Joachim Hirsch, John Kannankulam, Jens Wissel (Hg.): Der Staat der bürgerlichen Gesellschaft. Zum Staatsverständnis von Karl Marx. Baden-Baden: Nomos.

Eine Beschäftigung mit dem „Staatsverständnis“ von Karl Marx hat mit dem Problem zu tun, dass dieser keine ausgearbeitete Staatstheorie entwickelt hat. Die Ausformulierung einer materialistischen Staatstheorie auf der Grundlage des Marxschen Werks blieb späteren Autorinnen und Autoren überlassen. Neben einer systematisierenden Darstellung der Marxschen Äußerungen über den Staat enthält der Band einen Überblick über zentrale Beiträge aus dem Umkreis des so genannten „Westlichen Marxismus“.

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Oktober 2014

Totalitäre Basisdemokratie: Der Circle als Dystopie über die Entmachtung von Politik und Staat

Christine Resch

Fast jeder weiß, welcher Dramatik (zeitgenössische) Dystopien folgen. Es ist (immer noch) eine Insel, jedenfalls ein abgeschottetes Terrain, in dem eine neue Lebensweise erprobt, verordnet, schließlich erzwungen wird. Einige der „Gefangenen“, meistens ein heterosexuelles Paar (der Liebesgeschichte wegen) durchschauen irgendwann die Ideologie der jeweils anvisierten „schönen neuen Welt“. Ihnen gelingt dann die Verhinderung des Schlimmsten oder zumindest die Flucht. Erfahrungen mit der Herkunftsfamilie, erotische Abenteuer und amouröse Verhältnisse sind für die emotionale Einbeziehung der Leser/innen in solchen Erzählungen beinahe unumgänglich: Da geht es um Gefühle, die sich nicht so leicht und sei es nur durch gekonnte Selbstdarstellungen, manipulieren lassen. Schicksale kommen ins Spiel. Die klassischen Utopien waren „Reiseberichte“: Schilderungen von solidarischem Leben (die, Jahrhunderte später gelesen, durchaus ihre Repressionen kannten – selbst in Utopia werden Verbrechen mit Zwangsarbeit bestraft). Die zeitgenössischen Dystopien erzählen von Hierarchien und Konkurrenz, Themen, die ohne individuelle Schicksale schnell langweilig wären und blutleer blieben. ... weiterlesen 

Schließung der hundertjährigen Klammer

Die Türkei nach den Präsidentschaftswahlen

Von Errol Babacan

Aus den Präsidentschaftswahlen ging der amtierende Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan bereits in der ersten Runde als Sieger hervor. Unmittelbar nach seiner Vereidigung wurde unter der Führung des bisherigen Außenministers Ahmet Davutoğlu ein neues Kabinett gebildet. Als Chefideologe des Neo-Osmanismus proklamiert dieser die Schließung der hundertjährigen Klammer. Gemeint ist die Wiedergewinnung des mit dem Ersten Weltkrieg verlorenen Einflusses auf die osmanischen Protektorate im Nahen Osten und in Nord-Afrika. Wohin bewegt sich die Türkei unter der AKP, wo liegen die treibenden Dynamiken? Und wie positioniert sich die politische Opposition gegenüber dem expansionistischen Bestreben? ... weiterlesen 

August 2014

Wem gehört die Zukunft?

Joachim Hirsch

Das ist der Titel des neuesten Buches von Jaron Lanier, der 2014 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhält. Es geht dabei um die Frage, wie die Gesellschaft aussehen wird, wenn sich die internetbasierte Informations-, Kommunikations- und Datenverarbeitungstechnik auf den gleichen Pfaden wie bisher und in zunehmend rasantem Tempo weiter entwickelt. Nach Laniers Ansicht sieht diese Zukunft nicht gut aus, wenn keine grundlegenden Veränderungen technischer Art durchgesetzt werden. ... weiterlesen 

Staatliche Beziehungskisten

Was von der „deutsch-amerikanischen Freundschaft“ zu halten ist

Joachim Hirsch

Inzwischen hat sich sogar im Journalistengewerbe herumgesprochen, dass es zwischen Staaten keine Freundschaft geben kann. Apparate können nämlich keine Gefühle entwickeln. Bei „Völkern“ scheint das gelegentlich eher der Fall zu sein. Wenn also von Freundschaft zwischen Staaten gesprochen wird, dann geht es in der Regel um Interessen. Vielleicht gemeinsame, manchmal aber auch bloß um Abhängigkeiten. Zu „freundschaftlichem“ Verhalten im Tausch mit dem Wohlwollen der Mächtigen kann man auch gezwungen sein. ... weiterlesen 

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